Tahini – Sesampaste, Rezept und mehr 

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In vielen Rezepten kommt Tahini, Tahina oder Tahin Paste vor. Dahinter steckt ein Sesammus, welches in vielen Küchen dieser Welt verwendet wird. Man verwendet es für die orientalische Kichererbsencreme Hummus genauso wie für traditionellen japanischen Spinat-Salat.

Wir möchten euch die Sesampaste etwas näherbringen und zeigen euch zudem, wie ihr Tahini ganz einfach selber machen könnt. Natürlich verraten wir euch auch welche Sesampaste ihr am besten kaufen sollt und wo ihr sie bekommt.

Was ist Tahini Paste?

Tahini ist nicht nur eine Paste zur Verfeinerung von Gerichten. Zwar wird es hauptsächlich dafür genutzt, im Rahmen von arabischen Mezze Vorspeisen kann es mit etwas Zitrone, Kreuzkümmel und Olivenöl verfeinert gemeinsam mit Fladenbrot auch als eigne Vorspeise reichen. In der Regel ist es aber eher eine von mehreren Vorspeisen. Gerne wird es auch direkt als Brotaufstrich, ähnlich wie Erdnussbutter gebraucht.

Die verschiedenen Tahini-Arten unterschieden sich. Man kann es aus geschältem und aus ungeschältem Sesam herstellen. Jener aus ungeschältem Sesam ist dunkler und auch bitterer und kräftiger im Geschmack. Im Gegenzug enthält die Paste aber auch mehr Nährstoffe und Vitamin wie „weißer Tahini“.

Wie gesund ist Tahini?

Aus gesundheitlichen Aspekten heraus sollte man also steht dunkles, aus ungeschältem Sesam bestehendes Tahini kaufen. Die Schalen sind reich an Ballaststoffen und Vitaminen. Insbesondere die Vitamine Bi, B2 und B6 sind reichlich enthalten. Auf Seiten der Mineralstoffe finden man viel Eisen und Calcium. Was man dabei aber nicht vergessen sollte, das Sesammus ist zwar durchaus gesund, hat jedoch auch reichlich Kalorien. Das liegt nicht zuletzt an dem hohen Anteil von Öl.

NährwertePro 100 g
Energie / Kalorien2400 kJ / 580 kcal
Fett48,0 g
Kohlenhydrate21,2 g
Eiweiß17,8 g
Ballaststoffe5 g
Mineralstoffe4,7 g

Wo kann ich Tahini kaufen?

Natürlich kann man Tahini selber machen, das ist auch nicht schwer, leichter ist es aber natürlich sich die Sesampaste einfach zu kaufen. Normalerweise haben gut sortierte Supermärkte inzwischen die Paste im Angebot. Meist gibt es ein Regal mit arabischen Spezialitäten, dort solltet ihr fündig werden.

Wenn euer Supermarkt keine Tahini Paste verkauft, dann findet ihr sie auf jeden Fall in einen der türkischen oder arabischen Supermärkte. Dort müsst ihr euch wahrscheinlich erst einmal durch die verschiedenen Sorten durchkämpfen. Auswahl sollte reichlich vorhanden sein.

Da die Sesampaste aber auch in der ostasiatischen Küche verwendet wird, kann man zum Tahini kaufen auch in den Asiamarkt gehen. Dort wird das Sesammus aber eventuell unter den Namen Zhimajiang (chinesisch) oder Nerigoma angeboten. Im Zweifel einfach fragen 😉, haben tun sie es auf jeden Fall!

Rezept – Tahini selber machen

Im Grunde ist Tahini selber machen überhaupt nicht schwer. Was ihr allerdings dafür benötigt ist ein entsprechend leistungsfähiger Mixer oder eben einen guten Pürierstab. Die Tahini-Zutaten sind dann übersichtlich:

  • Sesamkörner
  • Sesamöl oder neutrales Pflanzenöl

Bei den Sesamkörnern habt ihr die Wahl zwischen geschälten und ungeschälten Körnern. Natürlich könnt ihr diese auch mischen. Je nach Anteil der der ungeschälten Sesamsaaten wird die Paste am Ende kräftiger oder bleibt milder. Ähnlich verhält es sich mit dem zugegebenen Öl. Verwendet ihr Sesamöl, so wird euer Tahini noch intensiver nach Sesasm schmecken, bei eher neutralem Pflanzenöl bleibt es etwas milder. Das Verhältnis zwischen Sesamkörnern und Öl ist in etwa 4 zu 1.

  1. Zu Beginn nehmen wir die Sesamkörner und rösten diese in einer Pfanne ohne Fett an, bis sie eine goldbraune Farbe erhalten haben.
  2. Nachdem die Körner wieder abgekühlt sind, werden sie mit dem Öl in den Mixer gegeben oder mit dem Pürierstab cremig fein püriert.
  3. Jetzt könnt ihr euren eigenen Tahini Vorrat anlegen. Dafür gebt ihr die Sesampaste einfach in ein sauberes Glas und füllt darüber noch ein wenig Öl, so dass euch das Sesammus nicht schimmeln kann.
  4. Im Kühlschrank mit einem Deckel verschraubt hält euch euer selbstgemachtes Tahini dann bis zu mehreren Monaten. Wichtig ist allerdings, dass ihr auch hygienisch gearbeitet habt und die Behälter und auch der Deckel gut abgekocht waren.

In welchen Rezepten wird Tahini verwendet?

Mit dem eigenen Tahini könnt ihr selbst Gerichte wie aus 1001 Nacht zaubern. Sehr zu empfehlen ist eine selbstgemachte Baba Ganoush. Dahinter verbirgt sich eine Auberginencreme aus gegrillten Auberginen. Wie bereits erwähnt ist der Klassiker unter den Tahini Rezepten aber auf jeden Fall Hummus.

Es muss aber nicht immer herzhaft sein, auch Nachspeisen können damit hergestellt werden. Am bekanntesten ist hier wohl Halva, eine typisch orientalische Nachspeise.

In der asiatischen Küche wird die Sesampaste oftmals in Verbindung mit Sojasauce genutzt. Wer etwas mit Tahini Paste experimentieren möchte, der kann diese gerne zum würzen von Salat oder auch Suppen hernehmen. Auch Sesam-Dips in Verbindung mit Joghurt sind ein wahrer Genuss.

Der Sesamgeschmack passt insbesondere gut zu Karotten, Kürbis, Kartoffeln oder auch Süßkartoffeln. Natürlich kennt man es auch in Verbindung mit Spinat und Kichererbsen. Bereits nach kurzer Suche werdet ihr zahlreiche Rezepte mit Tahini Paste auf den zahlreichen Rezeptseiten und Food-Blogs finden. Auch bei uns werdet ihr fündig.

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