Kann man Erbsen roh essen?

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Natürlich kann man Erbsen roh essen, man sollte aber darauf achten, welche man isst. Nicht immer schmecken Erbsen roh auch gut. Vor Giftstoffen, wie man sie in anderen rohen Hülsenfrüchten kennt, braucht man bei rohen Erbsen keine Angst haben.

Erbsen roh essen – ja, aber welche?

Grundsätzlich kann man alle Erbsen roh essen. Besonders gut schmecken jedoch die ganz jungen Früchte. Sie sind noch sehr süß und sind deshalb als Rohkost absolut zu empfehlen. Je älter Erbsen werden, desto mehr Zucker baut sich im Laufe der Zeit zu Stärke um. Anstatt süß schmecken alte Erbsen dann recht mehlig. Nichtsdestotrotz kann man sie bedenkenlos auch noch roh essen, sollte aber keinen Hochgenuss mehr erwarten.

Man kann übrigens sämtliche Erbsen roh essen. Das gilt prinzipiell für alle drei Sorten: Zuckererbsen, Markerbsen sowie Palerbsen. Während bei Zuckererbsen auch die Hülle mitgegessen werden kann, sollte man dies bei den anderen Sorten allerdings besser vermeiden. Dort sind die Hülsen zwar nicht giftig, jedoch aufgrund einer Pergamentschicht auf der Innenseite ungenießbar.

Was macht rohe Erbsen anders als andere Hülsenfrüchte?

Erbsen sind auch Hülsenfrüchte. Unter den Hülsenfrüchten haben Erbsen jedoch eine Sonderstellung, weshalb man sie ohne Bedenken roh essen kann. Sämtliche Bohnen beispielsweise müssen unbedingt erhitzt werden bevor sie gegessen werden können, da es sonst zu zum Teil sogar schweren Vergiftungserscheinungen kommen kann.

Das liegt an dem Gift Phasin und an verschiedenen Zucker bindenden Eiweißen, namens Lektine. Isst man diese dennoch roh, so kann es zur Schädigung der Darmzellen und zur Verklumpung von roten Blutkörperchen kommen. Auch können Moleküle enthalten sein, welche im Darm Blausäure bilden. Während ihr Erbsen roh essen könnt, sollten aus besagten Gründen sämtliche andere Hülsenfrüchte unbedingt immer abgekocht werden.

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