Cold Brew Coffee – Alles nur kalter Kaffee?

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Der beliebteste Kaffee hierzulande ist der klassische Filterkaffee. Nichtsdestotrotz werden verschiedene Kaffee-Spezialitäten in den letzten Jahren immer beliebter. Jetzt schwappt aus den USA ein ganz neuer Trend zu uns: Cold Brew Coffee. Das Getränk hat trotz der Namensgleichheit nichts und doch so einiges mit kaltem Kaffee zu tun. Wir bringen ein wenig Licht ins Dunkel und analysieren was hinter dem Trend steckt.

Insbesondere bei warmen Temperaturen kann der Cold Brew Coffee zu einer durchaus interessanten Alternative für alle Kaffeefans werden. Wie der Name schon verrät, wird er nämlich kalt genossen. Deshalb kommt der neuartige Kaffee auch bei sämtlichen Eiskaffees zum Einsatz. Am einfachsten ist es wohl erklärt, wenn wir euch ein Rezept zur Zubereitung von Cold Brew Coffee geben.

Cold Brew – Zubereitung des kaltgebrühten Kaffees

Der größte Unterschied zwischen unserem altbekannten Filterkaffee und einem Cold Brew liegt in der Temperatur des Wassers, in dem das Kaffeepulver „aufgebrüht“ wird. Mit etwas Geduld kann jeder den neuen Trend auch zu Hause selber herstellen. Soviel sei vorab aber schon verraten, heißes Wasser braucht man dazu nicht.

Zutaten – Cold Brew Coffee selber machen

  • frisch gemahlenes Kaffeepulver (je nach Stärke 10-15g pro 100ml Wasser)
  • Wasser
  • Einmachglas (oder ähnliches)
  • Kaffeefilter

Zubereitung – Cold Brew Coffee selber machen

  1. Das Kaffeepulver wird im Einmachglas mit dem kalten Wasser aufgegossen.
  2. Anschließend wird der Deckel auf das Einmachglas gelegt, so dass nichts mehr in unseren Cold Brew gelangen kann.
  3. Jetzt braucht es etwa 12 bis 24 Stunden Geduld. Während dieser Zeit gibt das Pulver langsam seine Aromen an das Wasser ab und ihr erhaltet ein Kaffeekonzentrat.
  4. Zum Genießen braucht ihr anschließend nur noch durch einen handelsüblichen Kaffeefilter laufen lassen, so dass das Pulver vom Wasser wieder getrennt wird.
  5. Wem das Konzentrat dann zu stark ist, der kann es einfach wieder mit Eiswürfel oder Wasser verdünnen.

Wie ihr seht ist es eigentlich ganz einfach seinen Cold Brew Coffee selber zu machen. Es braucht eben nur ein wenig Zeit. Wer diese nicht hat ist mit einem Iced Brew vielleicht besser aufgehoben. Dahinter verbirgt sich ein weiterer kalter Kaffee-Trend.

Arten der Zubereitung von Cold Brew Coffee

Ich habe es schon angedeutet. Auch bei Cold Brew Coffee gibt es verschiedene Arten der Zubereitung. Alle Begrifflichkeiten stammen dabei aus den USA, weshalb wir hier etwas Klarheit schaffen wollen. Denn es macht tatsächlich einen gewaltigen Unterschied ob man einen Cold Brew oder einen Iced Brew genießt.

  1. Cold Brew
    Das Cold Brew Coffee Rezept haben wir euch bereits gegeben. Kaffeepulver wird mit klatem Wasser übergossen und nach mindestens 12 Stunden wieder gefiltert.
  2. Iced Brew
    Der Iced Brew geht deutliche schneller. Hierfür könnt ihr euren klassisch heißgebrühten Kaffee verwenden und direkt auf Eiswürfel wieder abkühlen. Dadurch sollen die Bitterstoffe verringert werden und der Kaffee bekömmlicher sein.

Zuletzt möchte ich euch aber die wahrscheinlich abgefahrenste Art der Kaffee-Zubereitung vorstellen: Den Cold Drip! Dabei werden Eiswürfel mit dem Pulver in den Kaffeefilter gegeben. Anschließend wartet man einfach bis das Eis geschmolzen ist, sich das Kaffeepulver mit Wasser gesättigt hat und irgendwann wieder aus dem Filter als Cold Drip heraustropft.

Alle Nicht-Kaffeefans werden bei den zum Teil wirklich umständlichen und zeitraubenden Zubereitungsmethoden von Cold Brew Coffees die Haare zu Berge stehen und der Sinn des Trends stark in Zweifel gezogen werden. In den angesagten Cafés der Republik sind die neuen Kreationen aber bereits nicht mehr wegzudenken.

Fazit: Cold Brew Coffee

Natürlich habe ich den Cold Brew selbst getestet. Er schmeckt tatsächlich milder als normaler kalter Kaffee. Skeptiker und alle, die überhaupt nicht auf den kalten Kaffeegeschmack stehen, wird er aber wohl eher nicht überzeugen können. Für alle Fans von neuen Kreationen kann er aber durchaus eine Quelle der Inspiration sein. Es lassen sich durch das kalte Aufbrühen nämlich andere, im normalen Kaffee nicht zu findende, Geschmacksnuancen erkennen. Die ersten Hersteller sind bereits auf den Trend aufgesprungen und verkaufen Cold Brew Coffee in Flaschen, wie Limonade!

Der Hype um immer neue Kaffee-Kreationen steht in meinen Augen relativ am Anfang und hat noch reichlich Luft nach oben. Bisher beschränkt sich das auf ein paar große Städte und auch dort auf eine eher ausgewählten Fan-Kreis. Das wird nicht so bleichen und wir können uns denke ich in Bezug auf Kaffee in den nächsten Jahren noch auf die eine oder andere Neuentwicklung freuen. Wir Deutschen sind eine Nation aus Kaffeetrinkern, wird mal Zeit, dass wir vom immer gleichen Filterkaffee wegkommen!

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