Revolution: Kanada verbannt Milch aus Ernährungspyramide

News / 5/5 (2) für diesen Beitrag
Veröffentlicht am

Die neuen Ernährungsrichtlinien der kanadischen Regierung befinden sich noch im Entwurfsstadium, sorgen aber jetzt schon für Furore. Denn die darin enthaltenen Empfehlungen, wollen tierische Milch und Milchprodukte aus dem täglichen Speiseplan der kanadischen Bürger verbannt sehen.

Pflanzliches statt tierisches Eiweiß

Noch Anfang 2018 soll die neue Ernährungspyramide veröffentlicht werden. Zwar berücksichtigen die Ernährungsempfehlungen auch tierische Produkte, doch soll beispielsweise pflanzlichen Eiweißlieferanten gegenüber tierischen der Vorzug gegeben werden. Gute pflanzliche Proteinquellen sind Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen, allen voran Soja und Sojaprodukte. Insgesamt legen die neuen Ernährungsrichtlinien den Kanadiern nahe, regelmäßiger Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, sowie generell eiweiß- und ballaststoffreiche Lebensmittel zu verzehren. Denn genau das tun sie bisher nicht. Viel zu wenig Frischkost, dafür viel zu viele zuckerhaltige Getränke, so sieht die Ernährungsrealität in Kanada aus – typisch für ein westliches Land. Auch Deutschland kennt diese Problematik und die daraus resultierenden Zivilisationskrankheiten, wie viele Herz-Kreislaufbeschwerden und Diabetes in Folge von Übergewicht. Doch von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung werden tierische Milch und Milcherzeugnisse noch immer explizit empfohlen, sogar zwei Portionen täglich.  Welche Empfehlung ist nun die Richtige?

Deutschland diskutiert: Ist Milch Gift?

Milchbefürworter und Milchgegner liefern sich schon lange heiße Wortgefechte in den (Sozialen) Medien. Zuletzt äußerte sich der vegane YouTuber Simon „unge“ Unge auf seinem Kanal mit dem Video „Milch ist GIFT!“ äußerst provokant zu dem Thema: Milch mache krank und solle besser überhaupt nicht konsumiert werden. Er bezieht sich damit nach eigenen Angaben auf eine dänische Studie, in der eine erhöhte Sterblichkeitsrate in der Teilnehmergruppe festgestellt wurde, die drei Gläser Milch täglich trinken sollten. In der Vergleichsgruppe wurde nur ein Glas täglich konsumiert. Ein denkwürdiges Ergebnis. Dennoch sorgte der deutsche Let’s-Player mit 2,2 Millionen Zuschauern im Netz für einen Sturm der Entrüstung. Der provokante Titel des Videos, schaffte es sogar kurzzeitig auf Twitter zu einem Hashtag-Trend. Unter #MilchistGift lieferten sich omnivore Verfechter des Milchkonsums und vegane Milchgegner ein bitteres Wortgefecht. Einige bezeichnen Unges Äußerungen als geistigen Durchfall, andere loben die Botschaft, kritisieren aber wie der YouTuber mit seiner Rhetorik polarisiert. In jedem Fall bildet die Diskussion sehr gut ab, wie in der Gesellschaft mit veganer Ernährung umgegangen wird. Zumindest scheint man sich einig, dass wir den Ernährungsstil, wie er aktuell in der breiten Bevölkerung gepflegt wird, überdenken müssen. Und weniger Milch oder allgemein weniger tierische Produkte zu konsumieren, gehört dazu. Ob ein kompletter Verzicht notwendig ist, daran scheiden sich die Geister. Letztlich lautet auch die Ernährungsempfehlung aus Kanada nicht ganz auf eine vegane Ernährung umzusteigen.

PS: Möchtest du uns ganz einfach mit deiner Lieblings-App lesen? Schau mal hier... :)

Letztes Update vom

1 Kommentare


  1. Der ganze Bericht ist Unsinn. Wie schon richtig beschrieben wird, befinden sich die Richtlinien im Entwurfsstadium. Tatsächlich ist es so, dass es künftig wohl keine eigene Kategorie für Milchprodukte mehr geben wird. Davon, dass Milch und Milchprodukte ungesund sind und nicht mehr konsumiert werden sollen, ist nicht die Rede. Und dann noch einen einzelnen Youtuber, der ein Propagandavideo veröffentlicht wird, als Experten zu zitieren, ist ja wohl wirklich indiskutabel.

Wie denkst du darüber?

Frisch ins Postfach?

Verwandte Themen?