Leinsamenmehl – Wirkung und Verwendung

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Warum sollte man Leinsamenmehl kaufen? Wahrscheinlich haben nur die Wenigstens von euch bisher überhaupt davon gehört. Mandelmehl oder Kokosmehl kauft man wegen des Geschmacks, Leinsamenmehl hingegen kann durchaus als heimisches Superfood gelten. Wir verraten euch, was an dem Mehl aus Leinsamen so besonders ist und wie man es verwenden kann.

Das ist die Wirkung von Leinsamenmehl

Das Hauptargument für die Verwendung von Leinsamenmehl ist meist der geringe Anteil von Kohlenhydraten. Somit ist das Mehl für eine Low Carb Ernährung sehr gut nutzbar. Hinzu kommt, dass immer mehr Menschen auf eine glutenfreie Ernährung setzen und das Mehl aus Leinsamen hierfür ebenfalls bestens geeignet ist.

Viel wichtiger sind jedoch die vielen Mineralstoffe und Vitamine. Ergänzt werden die wertvollen Inhaltsstoffe noch mit reichlich Ballaststoffen. Das ist auch der Grund, warum Leinsamenmehl zu Darmreinigung von verschiedenen Seiten empfohlen wird. Viele gesunde Omega 3 Fettsäuren regulieren außerdem den Blutdruck, was obendrein die Funktionen der Blutgefäße verbessert.

Ganz allgemein gelten Leinsamen als einer der ältesten natürlichen Heilmittel für sämtliche Magen- und Darmbeschwerden. Als ob das noch nicht genug wäre, werden den Leinsamen zusätzlich eine krebshemmende Wirkung nachgesagt.

Vorteil von Leinsamenmehl anstelle von Leinsamen

Leinsamen sind leider nicht sehr gut verdaubar. Sie gehen oftmals unverändert durch unseren Verdauungstrakt hindurch, was die gesunden Eigenschaften der kleinen Samen obsolet macht. Genau hier setzt der Vorteil von Leinsamenmehl an. Es ist bereits aufgebrochen und kann somit sehr gut verdaut werden und auch die vielen wichtigen Inhaltsstoffe werden von unserem Körper in folge sehr gut aufgenommen.

Wer auf die Kraft von Leinsamen setzt, der sollte entweder zum Mehl oder zu geschroteten Leinsamen greifen. Ganze Samen sind für unseren Körper leider nicht so gut verwertbar.

Leinsamenmehl Nährwerte

Im Folgenden haben wir euch die Nährwerte von Leinsamenmehl übersichtlich in eine Tabelle zusamengestellt.

Nährwerte Leinsamenmehl teilentölt

NährwertePro 100 g
Energie/ Kalorien330 kcal / 1383 kJ
Eiweiß28 g
Fett13 g
Kohlenhydrate6 g
Ballaststoffe41 g

 

Würde man die Nährwerttabelle mit der von Leinsamen vergleichen, so würde man erkennen, dass sich der Fettanteil reduziert, aber der Anteile der Kohlenhydrate leicht erhöht hat. Die übrigen Werte sind nahezu unverändert.

Leinsamenmehl selber machen

Wer möchte, der kann ohne Probleme Leinsamenmehl selber machen. Man braucht es eigentlich nicht teuer kaufen. Gerade wenn man es häufig verwendet, lohnt sich der Aufwand auf jeden Fall. Das Mehl ist nicht günstig und geht bei häufiger Verwendung recht deutlich ins Geld. Eines sei aber vorab gesagt, es braucht unbedingt einen leistungsstarken Mixer, der auch mit Kernen zurechtkommt. Alternativ eignen sich natürlich auch verschiedene Mühlen, um sein Leinsamenmehl selber zu machen.

Der Leinsamen kommt einfach nach Bedarf in den Mixer und wird dort klein gehackt. Dabei bleiben immer wieder Reste am Rand hängen, die man vorsichtig wieder zu den Messern schiebt. Natürlich sollte man währenddessen den Mixer kurz ausmachen, damit nicht passieren kann. Nach etwa 5 Minuten ist dann das selbstgemachte Leinsamenmehl fertig und kann verwendet werden.

Allerdings handelt es sich hierbei nicht um vollständig entöltes Mehl, sondern um teilentöltes Leinsamenmehl. Entöltes Mehlwird aus dem Presskuchen nach der Leinöl Gewinnung hergestellt. Es ist zwar ärmer an Kalorien, jedoch auch ärmer an Nährstoffen, da sich diese bereits im Leinöl befinden.

Backen mit Leinsamenmehl

Wer möchte, der kann Leinsamenmehl nicht nur selber machen, sondern es auch sehr gut zum Backen verwenden. Es ist prädestiniert für viele Low Carb Rezepte. Mit seinem leicht nussigen Geschmack passt das Mehl auch wunderbar zu den meisten Rezepten.

Es gibt bisher noch nicht so viele Leinsamenmehl Rezepte. Deshalb haben wir ein paar ganz allgemeine Anwendungsregeln für euch, mit denen ihr auf jeden Fall keinen Fehler machen könnt. Grundsätzlich könnt ihr nämlich jedes beliebige Backrezept nehmen und das darin enthaltene Mehl zu einem Fünftel durch Leinsamenmehl ersetzen. Falls es sich um glutenfreies Mehl handelt, dann könnt ihr es sogar vollständig ersetzen.

Leinsamenmehl Rezepte

Auch wenn man vielleicht bisher nicht so oft mit Leinsamenmehl gearbeitet hat, es ist durchaus vielseitig einsetzbar. Der Klassiker unter den Rezepten ist ein Löffelchen Mehl in das Müsli. Hier gibt es sogar eine eigene Kur, bei der man einen Monat lang Leinsamenmehl mit Kefir zu Frühstück ist, um auf diese Weise seinen Darm zu sanieren.

Es lässt sich aber auch ähnlich wie Chia Samen verwenden und passt entsprechend gut in deine Overnight Oats oder auch in den morgendlichen Smoothie. Auch lassen sich hervorragend leckere Pfannkuchen sowie besonders eiweißhaltiges Brot und Brötchen aus Leinsamenmehl backen. Wer möchte, der kann das Mehl auch zum Panieren nehmen und damit die Semmelbrösel ersetzen.

Ganz grundsätzlich lassen sich dank dem Mehl aus Leinsamen sämtliche Backrezepte entweder kohlenhydratreduziert, oder glutenfrei gestalten. Mit den oben gegebenen Anwendungstipps könnt ihr einfach bewährte Rezepte anpassen. Probiert euch einfach ein wenig aus.

Fazit: Leinsamenmehl

Leinsamen sind gesund und gut für unsere Verdauung. Da macht das daraus gewonnene Mehl auch keinen Unterschied. Inzwischen kann man in vielen Supermärkten oder auch Drogerien Leinsamenmehl kaufen und muss dieses nicht mehr im Internet bestellen. Meist ist es dort auch günstiger. Wer es noch günstiger haben möchte, der macht es einfach selber.

Das Mehl hat viele für unseren Körper wichtige Inhaltsstoffe. Insbesondere die Darmgesundheit soll durch eine regelmäßige Einnahme gefördert werden. Nicht zuletzt eignet sich das Leinsamenmehl aber auch für moderne Ernährungsformen wie Low Carb oder eine glutenfreie Ernährung.

Bisherige Lieblingsrezepte lassen sich einfach anpassen. Meist kann man das verwendete Mehl nicht vollständig durch Leinsamenmehl ersetzen, aber es lässt sich wunderbar untermischen, ohne dass das Backergebnis darunter leidet.

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