Was ist Bulgur?

Gesunde Ernährung / 5/5 (12)

Bulgur wird inzwischen auch bei uns immer beliebter. Er ist nicht nur gesund, sondern aufgrund seines Herstellungsverfahrens auch sehr schnell zubereitet. Auf deutsch heißt Bulgur nichts anderes als „gekocht“. Der Name deutet schon darauf hin, was Bulgur ist, vorgekochter Hartweizen. Wir möchten euch in Folge ein wenig über Bulgur erzählen, denn es lohnt sich auf jeden Fall den orientalischen Genuss einmal selbst auszuprobieren.

Woher kommt Bulgur?

Die Herkunft von Bulgur liegt im arabischen Raum. Insbesondere aus der Türkei kommen viele der traditionellen Bulgur Rezepte. Man verwendet Bulgur jedoch in nahezu dem gesamten Vorderen Orient. Dazu zählen auch der Libanon, woher mit Tabouleh einer der bekanntesten Bulgursalate stammt.

Ist Bulgur gesund?

Bulgur ist reich an gesunden Inhaltsstoffen. Wie es dazu kommt erklären wir im Folgenden noch bei der Herstellung von Bulgur. Als Resultat ist Bulgur aber sehr nährstoffreich und enthält noch jede Menge Vitamine, wie etwa verschiedene B-Vitamine und Vitamin E. Mit Kalzium, Magnesium und Phosphor beinhaltet er auch noch zahlreiche wichtige Mineralstoffe. Nicht zu vergessen seien jede Menge Ballaststoffe sowie pflanzliches Protein.

Man sollte aber nicht leugnen, dass Bulgur ungekocht mit 350 Kalorien auf 100 Gramm durchaus kalorienreich ist. Allerdings braucht man recht wenig davon, da während dem Bulgur Kochen so viel Wasser aufgenommen wird, dass sich das Gewicht in etwa verdreifacht.

Wie wird Bulgur hergestellt?

Bulgur besteht meist aus Hartweizen. Er wird in der Regel über mehrere Stunden schonend bei bis zu 100 Grad gedämpft und anschließend wieder getrocknet. Wir kennen dieses Verfahren bereits vom Reis. Es wird als „parboiled“ bezeichnet. Dabei gelangen die gesunden Inhaltsstoffe von Bulgur in das Innere der Körner. Das hat den Vorteil, dass die Nährstoffe weitestgehend erhalten werden. Die sonst so nahrhaften Randschichten werden anschließend nämlich meist entfernt. Zuletzt wird der Weizen noch geschrotet und in verschiedenen Größen gesiebt.

Unterschied Bulgur und Couscous

Rein optisch lässt sich Bulgur und Couscous für nahezu dasselbe halten – natürlich abgesehen vom offensichtlichen Größenunterschied. In der Tat ist das Ausgangskorn ebenfalls meist Hartweizen. Allerdings wird beim Couscous der Weizen vorab in Grieß zermahlen und anschließend befeuchtet. Aus dieser Masse werden dann die Couscous Kügelchen gerollt, welche im weiteren Schritt noch gekocht und getrocknet werden. Geschmacklich sind sich Bulgur und Couscous jedoch sehr ähnlich, achtet man allerdings auf den Nährstoffgehalt, so sollte man sich für den Bulgur entscheiden.

Rezepte mit Bulgur

Schaut man ein wenig in die Türkische Küche, so findet man zahlreiche Bulgur Rezepte. Man kann Bulgur als Beilage verwenden, ähnlich wie wir Kartoffeln oder Reis zu einem Gericht servieren. Bekannt ist er aber insbesondere als Grundzutat für einen Bulgursalat. Ebenfalls bei uns verbreitet ist Köfte, herzhaft gewürzte Bulgur Bällchen. Aber auch für Aufläufe oder Suppen wird Bulgur gerne als Einlage verwendet. Zuletzt werden aus Bulgur zudem gerne verschiedene Süßspeisen zubereitet.

Ihr wisst jetzt was Bulgur ist und seht, wie Abwechslungsreich das Getreide als ist Zutat. Mit Bulgur kochen ist zudem super einfach und es geht auch sehr schnell. Der Hartweizen ist ja bereits vorgekocht worden.

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