30 Tage Selleriesaft (Anthony William) – Ein Erfahrungsbericht!

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Jeder spricht derzeit von Selleriesaft und den Wunderwirkungen, die der Saft verursachen soll. Anthony William hat da wirklich einen Hype ausgelöst. Jetzt wollte ich es wissen und haben mir eine Challenge auferlegt und selbst 30 Tage lang (fast) jeden Morgen einen Selleriesaft gegönnt. Was ist mit mir passiert? Ich möchte euch einen kurzen Erfahrungsbericht zu meiner Selleriesaft-Challenge geben.

Aller Anfang steckt voller Motivation

Am Anfang war ich sehr motiviert, wie wahrscheinlich jeder, der sich eine derartige Aufgabe stellt. Jeden Morgen habe ich meinen Angel Juicer gestartet und fleißig eine Portion Stangensellerie durchgelassen.

Geschmacklich fand ich den Saft zwar gewöhnungsbedürftig, hab mich aber sehr schnell an den salzigen Gemüsegeschmack gewöhnt. Bereits nach wenigen Tagen war es für mich völlig normal am Morgen ein Glas davon zu trinken. Es waren immer irgendetwas zwischen 300 und 400 Milliliter an Flüssigkeit. Genau ausgemessen hatte ich das nie.

Das Glas stand immer auf meinem Schreibtisch und innerhalb etwa einer Stunde habe ich es schluckweise leergetrunken. Viel schneller hätte ich ihn insbesondere zu Beginn auch gar nicht trinken können.

Wer den Saft gar nicht runter bekommt, dem empfehle ich die Blätter am Anfang erst einmal wegzumachen und nur die Stängel zu entsaften. Zwar enthalten die Blätter sehr viele gesunde Bitterstoffe, aber die schmeckt man halt auch. Ohne Blätter ist der Selleriesaft für „Anfänger“ deutlich bekömmlicher und nicht so intensiv.

Ich musste meinen eigenen Weg finden

Nach der ersten Woche hatte ich dann ein Formtief. Auch wenn der Angel Juicer wirklich nicht zu den Entsaftern gehört, die besonders schwer zu reinigen sind, ganz ohne Aufwand ist es halt auch nicht. Mir war es zu viel jeden Morgen das Ding wieder zu aktivieren und den Saft frisch zu pressen.

So kam es auch dazu, dass ich mir „fast“ jeden Morgen einen Selleriesaft gegönnt habe, denn jetzt war erstmal Schluss. Drei Tage gab es keinen Saft. Es war ohnehin Sonntag und ich konnte keine neuen Stangen kaufen, hatte auch keine mehr im Kühlschrank, da habe ich es einfach gelassen.

Nach drei Tagen wollte ich aber weitermachen. Es sollte nicht zu so einem Ding werden, was du mal anfängst und dann eh nicht zu Ende bringst. Ich wollte 30 Tage Selleriesaft trinken, dann mach ich es jetzt auch!

Allerdings habe ich mein Vorgehen ein wenig geändert. Anstatt jeden Morgen meinen Selleriesaft frisch zu pressen habe ich mir immer gleich für 3 bis 4 Tage einen Vorrat angelegt und diesen in Flaschen im Kühlschrank gelagert. Keine Ahnung, ob das immer noch im Sinne von Anthony William ist, aber für mich war es der einzig mögliche Weg es durchzuhalten. Siehe da, ab diesem Moment lief es gut.

Was macht der Selleriesaft mit einem

Jetzt kommen wir aber zum eigentlich wichtigen an der Challenge: Was macht der Selleriesaft mit einem? Nach 30 Tagen kann ich für euch Bilanz ziehen. Vorab, es war jetzt keine einschneidende, mein ganzes Leben auf den Kopf stellende Erfahrung. Es hat aber in der Tat etwas mit mir gemacht – ganz langsam und schleichend. Anfangs habe ich es gar nicht bemerkt, aber am Ende war der Unterschied schon deutlich. Aber eines nach dem anderen…

Der Sellereisaft wurde im Laufe der letzten Tage mein steter Begleiter. Jetzt trinke ich ihn in der Tat mit Genuss, er schmeckt mir inzwischen. Da wären wir auch beim ersten Fazit meines Selleriesaft-Erfahrungsberichtes:

Mein Geschmackssinn hat sich in den letzten Wochen verändert. Mir wurde bewusst, dass ich zunehmend weniger Lust auf deftige und fettige Nahrung hatte. Auch Süßigkeiten gab es im Laufe der Zeit immer weniger. Am Anfang war noch alles beim Alten, der Selleriesaft war ein „Zusatz“ zum ganz normalen Essen. Nach etwa zwei bis drei Wochen sahen die Mahlzeiten zum Teil ganz anders aus.

Es gab zur Brotzeit immer reichlich Rohkost dazu (und sie wurde auch gegessen!). Ganz allgemein habe ich mich wieder deutlich pflanzlicher ernährt und das hat mir gutgetan.

Das Frühstück war irgendwann nur noch der Selleriesaft und dann gab es erst zu Mittag wieder etwas. Das hat aber auch gereicht. Der Saft hat mich ausreichend satt gemacht. Ich hatte gar keine Lust noch mehr zu frühstücken.

Hier wären wir beim zweiten Fazit:

Ich habe gefühlt ein paar Kilo verloren. Da ich mich vorab nicht gewogen habe, kann ich keine Kiloangaben machen, aber ich spüre, dass es etwas weniger geworden ist. Dabei war das überhaupt nicht mein Ziel. Ich habe einfach das gegessen, was ich essen wollte, ohne mich irgendwelchen Restriktionen zu unterziehen.

Fazit – 30 Tage Selleriesaft

Nach 30 Tagen Selleriesaft stehen gefühlt ein paar Kilo weniger auf der Waage und auch mein Essverhalten hat sich geändert. Zum Frühstück gab es am Ende nur noch den Saft und auch die anderen Mahlzeiten sind über die Zeit hinweg schleichend „gesünder“ geworden. In Summe ist es echt beachtlich, was der Saft in nur 30 Tagen geschafft hat. Hätte ich vorher nicht gedacht.

Mir schmeckt Selleriesaft inzwischen echt gut und ich werde ihn auch beibehalten. Wahrscheinlich wird es ihn nicht weiterhin jeden Morgen geben, aber ich werde ihn definitiv nicht sofort wieder aus meinem Leben verbannen – ganz im Gegenteil, der Selleriesaft hat mit gutgetan! Danke dafür 😊

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