Kohlrabi einfrieren, einkochen und richtig lagern

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Wer einen eigenen Garten besitzt und Kohlrabi angepflanzt hat, der kennt bestimmt ein Problem. Alle Pflänzchen werden nahezu gleichzeitig fertig, man hat große Mengen des leckeren Gemüses zu Hause und weiß nicht wohin damit. Damit euch die Ernte nicht kaputt geht, erfahrt ihr hier kurz und knapp alles übers Kohlrabi einfrieren und lagern.

Kohlrabi einfrieren

Wer seine überflüssige Kohlrabi Ernte einfrieren möchte, der sollte auf ein paar Dinge achten. So ist es zwar durchaus möglich Kohlrabi roh einzufrieren, davon raten wir aber ab. Beim Wiederauftauen kann es dabei passieren, dass das Gemüse seine Farbe, Geschmack und auch die Konsistenz verändert. Es besteht die Gefahr, dass sich holzige Stellen bilden. Besser ist es den Kohlrabi vor dem Einfrieren kurz zu blanchieren, dann ist er über mehrere Monate ohne große Einbußen haltbar.

So wird Kohlrabi richtig blanchiert:

  1. Vorab schälen wir den Kohlrabi und waschen ihn gründlich ab.
  2.  Theoretisch kann man Kohlrabi auch im Ganzen einfrieren, besser ist es jedoch diesen in fertige Stücke zuschneiden. So kannst du direkt holzige Stellen entfernen und ihn später nach Bedarf verwenden, ohne alles auftauen zu müssen.
  3. Zum Blanchieren kommen die Kohlrabi Stücke für zwei Minuten in kochendes Wasser und werden danach direkt in Eiswasser abgekühlt.
  4. Jetzt muss der Kohlrabi nur noch auskühlen und wieder trocknen, um ihn im Anschluss einfrieren zu können.

Wir verwenden zum Kohlrabi einfrieren immer Tupperboxen. Dadurch kann man ganz leicht genau die Menge entnehmen, die man auch tatsächlich braucht und muss nicht alles auf einmal auftauen. Wer Kohlrabi kochen möchte, der kann diesen übrigens ohne vorheriges Auftauen einfach gefroren ins Wasser geben.

Kohlrabi lagern

Ist der Gefrierschrank allerdings voll, so kann man Kohlrabi auch anders lagern. Wer seinen Kohlrabi einfach in den Kühlschrank legt, der sollte ihn innerhalb einer Woche essen. Wickelt man ihn aber in ein feuchtes Tuch und lagert ihn im Gemüsefach, so verlängert sich die Haltbarkeit auf etwa zwei Wochen.

Eine weitere Möglichkeit über Monate hinweg auch ohne Kühlschrank Kohlrabi zu lagern ist der kühle und trockene Keller. Dafür legt man die Kohlrabiknollen in eine Kiste mit Sand. Am besten eignen sich hier möglichst spät reifende Sorten. Auch sollten die Knollen unbedingt unbeschädigt sein, so wird Schimmelbildung und Fäulnis vorgebeugt.

Kohlrabi einkochen

Ein dritter Weg die Haltbarkeit von Kohlrabi zu verlängern ist das Einkochen. Dafür wird der Kohlrabi wie oben beschrieben ebenfalls blanchiert und ausgekühlt. Jetzt kommt es ganz auf den persönlichen Geschmack an. Die blanchierten Kohlrabistücke werden in gründlich gesäuberte Gläser gegeben und mit einer ebenfalls aufgekochten Flüssigkeit übergossen.

Hier empfehlen sich klassischerweise Salzwasser oder eine Lösung aus Essig und Wasser. Wer möchte, kann aber auch direkt eine Sauce mit seinen Kohlrabi einkochen, so erhält man direkt ein ganzen Gericht. Egal für was man sich entscheidet, die gefüllten Gläser werden anschließend gut verschraubt und für eine halbe Stunde im großen Topf mit Wasser abgekocht.

Fazit zu Kohlrabi aufbewahren

Wir haben euch hier die wichtigsten Methoden aufgezeigt, wie ihr Kohlrabi haltbar machen könnt. Wer weiß, dass er das Gemüse zeitnah isst, der braucht sich nicht viel Mühe geben, im Kühlschrank hält es sich etwa zwei Wochen lang. Wer einen trocknen und kühlen Keller besitzt, der kann Kohlrabi relativ einfach und praktisch in einer Sandkiste lagern. Auch das ist kein großer Aufwand.

Kohlrabi einfrieren oder einkochen sind zwar die sichersten Varianten, um eine lange Lagerzeit zu garantieren, sie sind aber auch mit ein wenig Arbeit verbunden. Ich hoffe wir konnten euch hier ein paar gute Tipps und Tricks mitgeben, so dass ihr lange Freude an eurer Kohlrabi Ernte habt.

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