Lupineneiweiß – so gesund ist es wirklich

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Lupineneiweiß wird aus der Süßlupine gewonnen, welche immer mehr als pflanzliche Eiweißquelle an Beliebtheit gewinnt. Vor allem deren Samen zählen zu den eiweißhaltigsten Hülsenfrüchten. Lupinen weisen einen ähnlich hohen Eiweißgehalt auf, wie Sojabohnen. Da Soja aber mittlerweile immer häufiger gentechnisch verändert wird, ist Lupineneiweiß eine hochwertige Alternative, um den Eiweißbedarf gesund zu decken. Hier erfährst du alles über Inhaltsstoffe, Wirkung und Verwendung von Lupineneiweiß.

Lupineneiweiß und dessen Inhaltsstoffe

Das Lupineneiweiß befindet sich in den Samen der Lupine, welche dann weiterverarbeitet werden. Dieses Eiweiß ist rein basisch und im Gegensatz zu Proteinen aus tierischer Herkunft völlig frei von Cholesterin und Purin. Daher sind Lupinen auch gut als Fleischersatz geeignet. Deshalb zählt dieses Eiweiß zu den besten veganen Eiweißquellen und das Lupinenprotein ist vor allem bei Sportlern sehr beliebt. Im Vergleich zu Saaten wie beispielsweise Bohnen oder Linsen ist der Proteingehalt wesentlich höher.

Zudem liefert es alle für den Menschen wichtigen Aminosäuren und ist reich an Vitaminen wie B6 oder E. Die enthaltenen Carotinoide schützen gemeinsam mit dem Vitamin E die Fettsäuren vor Oxidation. Auch Mineralstoffe wie Kalium, Eisen, Kalzium und Magnesium sind darin enthalten, welche zur Erhaltung der Gesundheit sehr wichtig sind.

Der Anteil an Kohlenhydraten und der Fettgehalt von Lupinen mit ca. 4 – 7 % ist sehr gering und besteht zum größten Teil aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Hierzu zählen die essenziellen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Ein weiterer Vorteil von Lupinenprodukten ist, dass sie frei von Gluten sind.

Die Wirkung von Lupineneiweiß

Unser Körper baut täglich Eiweiße ab und scheidet deren Bausteine aus. Deshalb müssen sie durch die Nahrung wieder ersetzt werden. Außerdem liefert Eiweiß dem Körper die enorm wichtigen Aminosäuren, die an vielen Prozessen beteiligt sind. Die essenziellen Aminosäuren werden für den Aufbau von Muskeln, Knochen und Knorpeln benötigt als auch für gesunde Haare, Nägel und Haut.

Der hohe Proteinanteil in den Lupinen ist besonders für Sportler interessant, da dieser den Körper gleichermaßen beim Muskelaufbau als auch bei der Regeneration unterstützt. Da es sich bei dem Lupineneiweiß um ein basisches Eiweiß handelt, wird auch nur wenig Harnsäure produziert. Dies ist vor allem ein Vorteil für Menschen, die sich basisch oder aufgrund von Rheuma-Erkrankungen purinarm ernähren.

Viele Hülsenfrüchte wirken etwas blähend auf den Körper. Dies ist allerdings bei Lupinenprodukten nicht der Fall. Sollte allerdings eine Allergie gegen Erdnüsse bestehen, könnte diese auch bei Lupinen auftreten. Das Lupineneiweiß ist nämlich dem der Erdnüsse sehr ähnlich.

So wird Lupineneiweiß verwendet

Die Lupinen können sehr vielseitig als Lebensmittel in der Ernährung eingesetzt werden und zudem zum Erhalt der Gesundheit beitragen. So kann Lupineneiweiß einfach im Speiseplan integriert werden:

Lupinenmehl

Lupinensamen können beispielsweise zu Lupinenmehl verarbeitet werden. Dieses Mehl eignet sich hervorragend für Brot und Gebäck. Auf der einen Seite können damit sehr proteinreiche Backwaren hergestellt werden und auf der anderen Seite beinhalten diese nur sehr wenig Kohlenhydrate. Daher passt das Mehl auch perfekt zu einer Low-Carb-Ernährung.

Etwa 15 % des herkömmlichen Mehls können gut mit Lupinenmehl ersetzt werden, da so die Lupinen nicht herausgeschmeckt werden können. Für Veganer kann es auch gut anstelle von Eiern als Bindemittel verwendet werden.

Aus dem Lupinenmehl lassen sich auch Eiweißshakes, Lupinennudeln oder Zwischenprodukte wie Lupineneiweiß-Tabs herstellen. Lupineneiweiß-Isolat wird häufig für Milchersatzprodukte wie Joghurt, Frischkäse oder Eis verwendet.

Lupinenschrot

Aus ganzen und ungeschälten Lupinen wird auch Lupinenschrot gewonnen. Dieser lässt sich mit Buchweizen und einer Pflanzenmilch zu einem proteinreichen und leckeren Porridge verarbeiten. Auch Soja-Schnetzel können damit beispielsweise ersetzt werden und es lässt sich eine leckere vegane Bolognese aus dem Lupinenschrot herstellen.

Lupinensamen

Die reinen Lupinensamen sollten bis zu 8 Stunden eingeweicht werden, können dann gekocht und ähnlich wie Kichererbsen weiterverarbeitet werden. Das heißt, ihr macht euch einfach eine hummusartige Paste daraus und ihr habt einen gute Dip oder eine Beilage zum Essen.

Wo kann ich Lupineneiweiß kaufen?

Wie bereits erwähnt, ist besonders gesundes Eiweiß in Lupinenmehl enthalten. Sowohl Lupinenmehl, als auch Lupinensamen und Lupinenschrot sind in vielen Biomärkten oder Reformhäusern vorhanden oder können einfach im Internet bestellt werden. Leider findet man es nur selten in herkömmlichen Supermärkten, weshalb ihr euch alternative Bezugsquellen suchen müsst.

Lupineneiweiß – Unser Fazit

Lupinen können in Deutschland angebaut werden und sind ein wertvoller heimischer Eiweißlieferant. Sie bieten zudem eine gesunde Alternative zu Sojaprodukten und sind nicht genverändert. Vor allem Menschen mit einer Allergie auf Milcheiweiß oder Soja können problemlos auf Produkte aus Lupineneiweiß zurückgreifen. Ein weiterer Vorteil von Lupinenprodukten ist, dass sie frei von Gluten sind.

Lupineneiweiß sorgt auf jeden Fall für eine gesunde Deckung des Eiweißbedarfs und kann hervorragend im Speiseplan integriert werden. So kann Lupinenmehl immer zumindest einen Teil von herkömmlichen Mehl ersetzen und aus Schrot lassen sich leckere Bolognese kochen oder Porridge zubereiten. Somit habt ihr damit eine sehr umfassende und flexibel einsetzbare pflanzliche Eiweißquelle.

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