Wie gesund sind Äpfel wirklich?

Gesunde Ernährung / 4.33/5 (3) für diesen Beitrag

Dass ein Apfel am Tag den Arzt erspart, weiß jedes Kind. Die leckere Frucht ist das ganze Jahr über günstig und in guter Qualität verfügbar, problemlos zu lagern und darüber hinaus auch noch auf vielfältige Weise zu verarbeiten. Kein Wunder also, dass die leckere Frucht als absolutes Lieblingsobst der Deutschen gilt. So isst jeder Staatsbürger pro Jahr rund 20 Kilogramm Äpfel, was in etwa einem Drittel seines gesamten jährlichen Obstkonsums entspricht.

Doch ist das beliebte Obst wirklich so gesund wie wir alle denken? Und was tragen Äpfel tatsächlich zu unserer Gesundheit bei?

Der Apfel – die gesunde Zwischenmahlzeit

Die Frucht aus der Familie der Rosengewächse schmeckt nicht nur total lecker und erfrischend sondern ist zudem auch noch äußerst nährstoffreich. Obwohl der Apfel zu rund 85 % aus Wasser besteht, haben es die übrigen 15 % wirklich in sich. So sind hier neben etlichen Mineralstoffen und Spurelementen rund 30 verschiedene Vitamine im Apfel enthalten.

Vitamin-Lieferant Apfel

Damit punktet der Apfel gerade im Bereich der Vitamine stark. Dabei zeichnet das Obst sich insbesondere durch einen hohen Anteil an Provitamin A aus. Dieses Vitamin trägt maßgeblich zu einer gesunden Zellbildung, einem voll funktionsfähigen Immunsystem sowie insbesondere auch der Abwehr von Bakterien, Viren und Parasiten bei. So kann bereits ein einziger Apfel rund 30 – 40 % des täglichen Vitamin-A-Bedarfes eines erwachsenen Menschen decken.

Darüber hinaus überzeugt die schmackhafte Frucht durch eine beträchtliche Menge an Vitaminen des B-Komplexes. Wer einen Apfel verspeist, nimmt vor allem große Mengen der B-Vitamine Niacin sowie Folsäure auf. Diese sind im Körper neben zahlreichen Stoffwechselfunktionen primär auch für die Energieversorgung zuständig.

Nicht zuletzt gilt der Apfel aber auch als essenzieller Vitamin-C-Lieferant. Dabei variiert die vorhandene Menge an Vitamin C – welches vor allem das Bindegewebe sowie die Eisenaufnahme des Körpers unterstützt – allerdings sehr stark je nach Sorte. Während ein Apfel der Sorte Braeburn mit rund 30 Milligramm Vitamin C als absoluter Vorreiter gilt, enthalten die meisten anderen Sorten zwischen 10 und 20 Milligramm des Vitamins.

Apfel gesund rot

Je höher der Rotanteil, desto gesünder sind Apfel für uns.

Mineralstoff-Lieferant Apfel

Doch nicht nur die beschriebene Vielzahl an Vitaminen macht den Apfel so gesund und nahrhaft. Darüber hinaus ist die Frucht außerdem besonders reich an Mineralstoffen wie beispielsweise Kalium, Kalzium und Magnesium. Diese Stoffe unterstützen hauptsächlich die normale Funktionalität von Zellen, Muskeln, Nerven und auch Knochen und nehmen somit eine lebensnotwendige Aufgabe im Körper ein.

Kohlenhydrat-Lieferant Apfel

Ein Apfel mittlerer Größe wiegt in etwa 100 Gramm und enthält im Durchschnitt nur rund 54 Kalorien. Da der Apfel jedoch den Ballaststoff Pektin enthält, ist er dennoch sehr sättigend und dadurch ein perfekter Snack für zwischendurch. Positiver Nebeneffekt ist außerdem, dass Pektin den Cholesterinspiegel nachweislich senkt und Schadstoffe aus dem Körper ausschwemmt.

Gesunde Schale, harter Kern

Die Nährstoffe des Apfels befinden sich zu rund 70 % in der Schale oder direkt darunter. Um die Vitamine und Mineralstoffe nicht zu zerstören, sollte der Apfel somit nicht geschält sondern inklusive Schale verzehrt werden. Da Äpfel häufig jedoch stark gespritzt sind, wird empfohlen diese vor dem Verzehr gründlich zu waschen oder idealerweise auf unbehandelte Bio-Produkte zurückzugreifen. Grundsätzlich gilt außerdem: umso rötlicher die Schale des Apfels ist, umso förderlicher ist er für deine Gesundheit.

Darüber hinaus können auch die Kerne im Inneren des Apfels, je nach individuellem Geschmack, bedenkenlos mitgegessen werden. Wie viele andere Fruchtkerne enthalten diese zwar den Stoff Amygdalin, der im Körper zu Blausäure umgewandelt wird – jedoch in enorm geringer Menge und nur inmitten des Kerns. So hat auch das Zerkauen der Kerne – hingegen mancher Befürchtungen – keinerlei negative Auswirkungen auf die Gesundheit. In unzerkauter Form hingegen bringen die kleinen Kerne sogar einen Mehrwert: sie unterstützen das Immunsystem und liefern gesunde Ballaststoffe für den Darm.

Fun Fact gefällig?

Für alle, die an dieser Stelle immer noch nicht in den Obstkorb gefasst haben, um sich einen Apfel zu gönnen, hier noch ein überzeugender Zusatzfakt zum Lieblingsobst „Apfel“: Die im Apfel enthaltene Fruchtsäure zerstört Bakterien im Mund nachweislich und reduziert die Gefahr für Zahnstein erheblich. Damit nimmt der Apfel quasi die Funktion einer natürlichen Zahnbürste ein und kann vor allem auch unterwegs deine schnelle Rettung für saubere Zähne und frischen Atem sein.

Also worauf wartest du noch? Iss dich schön und gesund!

Letztes Update vom

2 Kommentare


  1. Laut Nährwerttabelle in Kombination mit den Regelungen für nährwertbezogene Angaben (ein Lebensmittel ist dann reich an einem Mikronährstoff, wenn dieses pro 100 g mindestens 30 % der täglich empfohlenen Nährstoffmenge enthält) kommen Äpfel nicht annähernd auf die notwendigen Gehalte, um die Behauptung aufzustellen. Welche Kriterien werden für die Aussage in diesem Artikel, dass Äpfel Kalzium-, Kalium- und Magnesiumreich sind, angesetzt?

Wie denkst du darüber?

Frisch ins Postfach?