Stoppt die Mittelmeerküche tatsächlich das Altern?

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Viel Obst und Gemüse, Nüsse, Olivenöl sowie eine fleischarme Kost zeichnen die Ernährungsweise der mediterranen Küche, auch Mittelmeerküche genannt, aus. Was gesund klingt, ist es auch! Aktuelle und frühere Forschungen belegen, dass der Verzehr nach dem Vorbild der spanischen, italienischen, griechischen, libanesischen oder auch albanischen Küche eine positive Auswirkung auf unseren Körper hat. Aber kann das Essen den Vorgang des Alterns hemmen oder gar stoppen?

Niemand will es, aber jeder wird es: alt. Es gibt unterschiedlichste Varianten drohende Falten sowie Verschlechterungen etwaiger Körperfunktionen so lange wie nur möglich hinauszuzögern. Eine altbewährte Methode ist natürlich Sport, beziehungsweise Bewegung im Alter. Einen weiteren wichtigen Faktor stellt die Ernährung. Was wir verzehren, wirkt sich unmittelbar auf unsere Darmflora aus und sollte demzufolge auf gar keinen Fall unterschätzt werden.

Kürzlich bewies ein Studienprojekt in fünf europäischen Ländern (Großbritannien, Italien, Frankreich, Niederlande und Polen), dass sich eine einjährige mediterrane Ernährungsweise bei Menschen im Alter von 65 bis 79 Jahren gesundheitlich positiv auswirkt. Speziell ging es dabei um die Untersuchung und Entwicklung verschiedenster Arten von Darmbakterien, die elementarer Bestandteil eines gesunden, langen Lebens sind, aber ebenso potenzieller Verursacher schädlicher Entzündungen und somit zahlreicher Krankheitsprozesse sein können. Getestet wurden bei besagtem Experiment über 600 Menschen, wobei sich rund die Hälfte der Teilnehmer einer einjährigen mediterranen Diät anschloss. während der Rest keine Einschränkungen bekam.

Das ergaben die Ergebnisse der Forschung

Untersucht wurde wie erwähnt die Veränderung der Mikroorganismen im Verdauungstrakt. Zu Beginn des Experiments konnten die Wissenschaftler deutliche, länderspezifische Unterschiede feststellen. Die Analyse der betroffenen Personen nach einem Jahr zeigte unterdessen, dass sich die Mikrobiome im Verdauungstrakt bei denjenigen Probanden, die sich nach den Regeln der Mittelmeerküche richteten, sehr ähnelten. Genauer gesagt änderte sich die Häufigkeit relevanter Bakteriengattungen, die zum Beispiel im Zusammenhang mit der Gebrechlichkeit einer Person stehen. Weitere Untersuchungen bestätigten die vermehrte Erscheinung jener Bakterien, die allgemein entzündungshemmende sowie gesundheitsfördernde Eigenschaften besitzen. Gleichzeitig nahm die Anzahl an schädlichen Bakterien ab. Diese Befunde führten bei den Testpersonen zu einer reduzierten Produktion bestimmter Gallensäuren, wodurch wiederum das Vorkommen von Darmkrebs, Zellschädigungen, einer möglichen Insulinresistenz oder einer Fettleber unwahrscheinlicher wird.

So ernährt man sich mediterran

Die Lebensweise und Ernährung von Bürgerinnen und Bürgern in den Mittelmeerländern ist Untersuchungen zufolge also nachweislich mitverantwortlich für die hohe Lebenserwartung und steht in einem unabdingbaren Zusammenhang mit deutlich weniger Fällen von Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfällen und Bluthochdruck im Vergleich zu Nordeuropa.

Wer auch den Weg einer mediterranen Ernährungsweise einschlagen möchte, kann mit dem Verzehr von wenig rotem Fleisch, mehr frischem Gemüse, Fisch und Hülsenfrüchten einen ersten Schritt in die richtige Richtung machen. Weiter gehört in betreffenden Ländern helles Brot, Reis, Nudeln sowie ab und zu ein Gläschen Rotwein auf den Tisch. Auch Gewürze, beispielsweise Rosmarin, Salbei, Fenchel, Oregano und Basilikum kommen in der der Mittelmeerregion häufig zum Einsatz. Diese Lebensmittel enthalten viele Ballaststoffe, wichtige Vitamine (B6, B9, C) und Mineralstoffe wie etwa Eisen, Mangan, Kupfer, Kalium und Magnesium.

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