Die Zwiebel und ihre Sulfide

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Jeder der bereits eine Zwiebel geschnitten hat kennt den Effekt, die Augen brennen und man fängt an zu weinen. Schuld daran sind die Sulfide in der Zwiebel. Wir finden die auch in Knoblauch oder Bärlauch, dann reizen sie eher die Nase. Aber genau die Sulfide in der Zwiebel sind es, die das Gemüse so gesund machen.

Sulfide sind sekundäre Pflanzenstoffe, die sich zu schwefelhaltigen Bioaktivstoffen umbauen. Die Reaktion wird beim zerschneiden der Zwiebel aktiviert und beendet sobald sie erhitzt wird. Da der gesundheitlich Nutzen der Zwiebel genau in dieser Reaktion liegt sollte man die geschnittenen Stücke nicht sofort in die Pfanne geben, sondern erst etwas liegen lassen, damit ausreichende Mengen der Bioaktivstoffe gebildet werden können.

Da der Blutfluss durch die Schwefelstoffe gefördert wird senken die aus Sulfiden gebildeten Bioaktivstoffe das Thromboserisiko sowie das Risiko von darauf begründeten Herz- und Kreislaufbeschwerden. Außerdem werden verschiedene Keime in den oberen Atemwegen abgetötet, was bei Husten und Heiserkeit seine Wirkung entfaltet.

Wer allerdings nicht möchte, dass die Zwiebel so stark in den Augen beißt, kann diese auch kurz in das Gefrierfach legen. Die Reaktion von den Sulfiden zu schwefelhaltigen Bioaktivstoffen wird verlangsamt und die Augen bleiben trocken.

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