Grippe: Das darf jetzt nicht auf eurem Speiseplan fehlen

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Das Robert Koch Institut verzeichnete in der ersten Meldewoche des Jahres 2018 über 1300 gemeldete Grippefälle. Damit hat die Grippe-Welle offiziell Deutschland erreicht. Besonders betroffen ist der Westen Deutschlands, genauer Hessen und Nordrhein-Westfalen. Rund ein Drittel der Betroffenen musste sich wegen Influenza im Krankenhaus behandeln lassen.

Wer sich vor einer Ansteckung schützen will, braucht sich nicht bis zum Frühjahr vor der Öffentlichkeit zu verschanzen. Sein Immunsystem aufzubessern dagegen schon. Genügend Schlaf, ausreichend Flüssigkeit, regelmäßige Bewegung an der frischen Luft – bestenfalls in Form von (Ausdauer-)Sport – und ein geringer Stresslevel sind wichtige Grundpfeiler für ein intaktes Immunsystem.

Aber auch die Ernährung spielt eine große Rolle. Ein ausgewogener Speiseplan ist jetzt entscheidend. Wer seinem körpereigenen Abwermechanismen zusätzlich Power verleihen will, kann mit einer spezifischen Auswahl der Nahrungsmittel nachhelfen.

In Studien konnte nachgewiesen werden, dass eine erhöhte Zinkzufuhr in den ersten 24 Stunden nach auftreten der ersten Grippe-Symptome den Verlauf deutlich abschwächen kann. Daher ist eine ausreichende Versorgung mit Zink eine der besten Präventivmaßnahmen gegen eine drohende Erkrankung. Aber auch andere spezifische Eigenschaften von Lebensmitteln schützen vor Erkältungen und Grippe oder können deren Krankheitsverlauf mildern.

Zimt und Honig lassen in Kombination nicht nur das Wasser im Mund zusammenlaufen, sie sind auch im Kampf gegen Grippe und Erkältung ein absolutes Dreamteam. Zimt besitzt nämlich desinfizierende und schmerzstillende Eigenschaften. Die ergänzen sich  wunderbar mit der antiviralen Wirkung von Honig.

Ingwer hat sich bei uns mittlerweile als eines der Erkältungs- und Grippemittel schlechthin eingebürgert. Ein wissenschaftlicher Beleg fehlt noch. Wahrscheinlich steht die gesundheitsfördernde Wirkung im Zusammenhang mit den enthaltenen Scharfstoffen , die die Durchblutung anregen. Das macht es Erregern schwer, sich in Schleimhäuten festzusetzen. Eine ähnliche Wirkungsweise haben auch Chilis. Dem Ingwer wird außerdem eine schmerzlindernde Wirkung nachgesagt. Die ebenfalls enthaltenen ätherischen Öle machen die Nase frei. Und antiviral wirkt er auch noch!  Also ran an die Knolle.

Grüne Gemüsesorten sollte jetzt ganz oben auf dem Speiseplan stehen. Sie enthalten oft besonders viel Zink. Zu den Spitzenreitern gehören Okraschoten, Erbsen und die Petersilie. Auch die Avocado gehört zu den Top-Zink-Lieferanten und enthält außerdem jede Menge Vitamin D. Wegen der geringen Sonneneinstrahlung im Winter ist eine Mangelversorgung mit Vitamin D nun einer der Risikofaktoren für euer Immunsystem.

Unter den Getreide ist Hafer die Vitamin- und Mineralienbombe schlechthin. Schon 100 g der unscheinbaren Pflanze decken fast 50% eures Tagesbedarfes an Zink und enthalten außerdem viel Eisen, Magnesium, zahlreiche B-Vitamine und Omega-3-Fettsäuren. Getoppt wird Hafer nur vom Weizen, wobei die Keime mit 18 mg pro 100 g den höchsten Zinkanteil besitzen. Bei den Nüssen und Samen führen Mohnsamen und Kürbiskerne.

Eine besonders reiche Zinkquelle sind Austern. Milch- und Milchprodukte gehören ebenfalls zu den zinkreichen Nahrungsmitteln. Emmentaler, Edamer, Gruyère und Appenzeller finden sich unter den fünf ersten Plätzen. Vegetarier oder Veganer greifen besser zum (veganen) Joghurt. Der besitzt zusätzlich probiotische Eigenschaften die das Magen-Darmsystem und damit das Immunsystem unterstützen. Gerade Soja enthält, wie viele andere Hülsenfrüchte, eine Extraportion Zink.

Natürlich darf auch das Obst im Kampf gegen Grippe und Co. nicht auf eurem Speiseplan fehlen. Hinsichtlich des Zinkgehalts sind frische Himbeeren oder die Passionsfrucht die beste Wahl während der Erkältungszeit. Die haben da natürlich nicht Saison. Behelfen könnt ihr euch mit Trockenfrüchten wie Feigen, Datteln und Aprikosen oder ihr begnügt euch beispielsweise mit Äpfeln. Die sind auch gesund!

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