Spinat roh essen – Darauf solltest du achten

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Gerade bei Kindern zählt Spinat nicht unbedingt zu den Lieblingsgerichten. Dabei hat das Gemüse viele gesunde Inhaltsstoffen. Besonders wertvoll ist es Spinat roh zu essen. Allerdings gibt es auch dabei ein paar Dinge, auf die man bei der grünen Rohkost besser achten sollte. Auf der anderen Seite gibt es aber viele leckere Rezepte, die auch unbedingt einmal probiert werden sollten 😉

Nitrat und Oxalsäure im rohen Spinat

Oftmals bestehen die meisten Bedenken zwecks Oxalsäure und Nitrat im rohen Spinat. In der Tat sollte man darauf achten. Beide Stoffe sind aber per se nicht giftig, damit kann man grundsätzlich Spinat roh essen.

  • Oxalsäure ist zwar nicht giftig, kann sich aber auf Dauer negativ auf unseren Körper auswirken. Man sollte nicht zu große Mengen davon zu sich nehmen. Insbesondere alte, große Blätter und die Stile enthalten besonders viel Oxalsäure. Wer rohen Spinat essen möchte, der sollte entsprechend junge und kleine Blätter bevorzugen und diese möglichst frisch und ohne lange Lagerzeiten verzehren.
  • Nitrat selbst ist auch nicht giftig, kann sich aber im Körper zu Nitrit umwandeln. Das hemmt wiederum den Transport von Sauerstoff im Blut. Je früher in der Saison der Spinat gegessen wird, desto weniger ist er mit Nitrat belastet. Auch enthalten alte und Blätter und Stile besonders viel davon. Außerdem empfiehlt es sich auf Bio-Qualität zu setzen oder Spinat aus dem eigenen Garten roh zu essen, da man dann sicher sein kann, dass keine nitrathaltigen Düngemittel verwendet werden.

Trotz Oxalsäure und Nitrat kann Spinat roh gegessen werden. Lediglich Babys und Kleinkinder sollten besser Abstand davon halten, für Erwachsene ist roher Spinat in normalen Mengen aber unbedenklich.

So gesund ist Spinat roh zu essen

Ganz im Gegenteil, Spinat roh essen hat durchaus auch seine Vorzüge. Die kleinen grünen Blätter sind voll mit gesunden Inhaltsstoffen und obendrein noch äußerst kalorienarm. Viele Vitamine und Mineralstoffe bleiben im rohen Zustand erhalten und werden nicht durch Hitze zerstört oder im Kochwasser ausgespült.

Hinzu kommen reichlich Ballaststoffe, die unseren Darm ordentlich zu tun geben. Roher Spinat ist durchaus eine gute Ergänzung für eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Er sollte einfach nur immer so frisch wie möglich gegessen werden.

Rezepte mit rohem Spinat

Die Rohkostküche ist abwechslungsreicher als viele glauben. Wer Spinat roh essen möchte, der muss nicht zwangsläufig einen Salat daraus machen oder den Spinat im Smoothie vermixen. Auch wenn diese beiden Optionen die wohl am meisten verbreiteten sind.

Roher Spinatsalat schmeckt besonders gut, wenn man ihn mit ein paar saisonalen Früchten kombiniert. Dazu gibt es noch eine Hand voll gehackter Nüsse und ein leckeres Dressing nach Wahl.
Wer allerdings etwas ganz anderes ausprobieren möchte, der kann aus rohem Spinat auch ein Pesto herstellen. Dazu wird der Spinat mit Pinienkernen oder alternativ Sonnenblumenkernen, etwas Zitrone und reichlich Öl vermixt. Für den Käsigen Geschmack sogt zusätzlich noch ein Esslöffel voll mit Hefeflocken. Wer es etwas süßer und damit runder im Geschmack mag, der gibt auch noch ein paar eingelegte getrocknete Tomaten mit dazu.

Auch lassen sich aus Spinat leckere Rohkostsuppen zaubern. Auf Basis von Spinat, Avocado und einer Hand voll Nüssen lassen sich super leckere Spinatcremesuppen mixen. Abgeschmeckt kann das Ganze dann nach den persönlichen Vorlieben werden.

Nicht zuletzt wird das Entsaften immer beliebter. Das hat auch seinen Grund. Als frischer Saft lassen sich die Nährstoffe von Gemüse besonders schonend aufnehmen. Beim nächsten Mal kann man also auch ein paar rohe Spinatblätter mit in den Entsafter geben.

Fazit – Spinat roh essen

Wer gesund ist und sich auch gesund ernährt, der kann bedenkenlos Spinat roh essen. Oxalsäure und Nitrat sind zwar vorhanden, aber nicht giftig. Außerdem gibt es Mittel und Wege die Konzentration der bedenklichen Stoffe deutlich zu reduzieren. Wer also keine Unmengen davon verzehrt und gesund ist, braucht sich keine Gedanken machen.

Nicht zuletzt spricht die Vielfalt der Zubereitungsmöglichkeiten für den rohen Spinat. Vielleicht lässt sich der eine oder andere, der ihn gekocht nicht mag davon überzeugen, wenn er Spinat einmal roh gegessen hat.

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