Spargelzeit: Wissenswertes über grünen und weißen Spargel

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Sobald die warme Jahreszeit beginnt, steht auch Spargel bei den Meisten regelmäßig auf dem Speiseplan. Ab Mai landen die leckeren Stängel bei vielen Deutschen im Durchschnitt mindestens zwei Mal pro Monat auf den Teller – egal ob als Salat, Beilage oder auch Hauptgericht. Der weiße Spargel wird dabei deutlich häufiger gekauft als die grüne Variante, was vielfach allerdings einfach auf seine höhere Bekanntheit zurückzuführen ist. Wo die Unterscheide zwischen den beiden Varianten liegen und wie gesund der leckere Spargel wirklich ist, erfährst du nun.

Edelgemüse in grün und weiß

Ein Mythos, der hier direkt aus der Welt geräumt werden kann, ist, dass die Farbunterschiede etwas mit dem Reifegrad der Spargelstangen zu tun haben. Vielmehr ist er Resultat der jeweiligen Art des Anbaus und dadurch der Sonneneinwirkung. Während der weiße Spargel unter der Erde wächst, gedeihen die grünen Stängel über der Erde und sind Licht und Sonne unmittelbar ausgesetzt. Die Folge stellt Photosynthese dar bei der Chlorophyll gebildet wird. Hieraus entwickelt sich die satte grüne Farbe.

Grüner oder weißer Spargel – unterscheiden sich die Inhaltsstoffe?

Beide Spargelsorten weisen einen hohen Wassergehalt von über 90 % und somit sehr geringe Kalorienanzahl auf. So enthalten rund 100 Gramm des Stängelgemüses weniger als 20 Kalorien. Allerdings verfügen beide Spargelsorten über reichlich Ballaststoffe, die das Gemüse stark sättigend machen. In großer Menge vorhanden sind außerdem auch lebenswichtige Mineralstoffe – beispielsweise Kalium, Kalzium und Phosphor – sowie die Spurenelemente Mangen und Zink. Der wesentlichste Unterschied zwischen den beiden Spargelsorten liegt hingegen in ihrem Vitaminanteil. So überzeugt die grüne Variante durch einen deutlich höheren Anteil an Vitamin A, E und C. Darüber hinaus enthält grüner Spargel etwa dreimal so viel Folsäure wie die weiße Alternative. Diese Aspekte machen den grünen Spargel somit nicht nur gesünder sondern zudem auch deutlich kräftiger und aromatischer in seinem Geschmack.

Grüner Spargel gesund

Grüner Spargel ist sogar gesünder als der weiße Spargel.

Gesundheitsfördernde Wirkung des Edelgemüses

Die beschriebenen Inhaltsstoffe machen den Spargel zu einem äußerst gesunden Frühjahrsgemüse. So wirkt der Mineralstoff Kalium blutdrucksenkend und übt positive Effekte auf die Funktion der Nevenreizleitungen aus. Das Kalzium in den Stängeln gilt hingegen als essenzielle Basis für gesunde Zähne und auch Knochen. Darüber hinaus fördert das vielfach enthaltene Vitamin A die Sehfähigkeit und hemmt die Sauerstoffradikale im Organismus während Vitamin E wichtig für den Blutfluss im Körper ist. Und der positive Nebeneffekt: Durch den hohen Ballaststoffanteil hält Spargel lange satt und eignet sich somit auch ideal als Diät-Nahrungsmittel, das zudem noch die Darmgesundheit fördert.

Pro und Contra gleichermaßen kann hingegen die harntreibende Wirkung des Spargels sein. Aufgrund des hohen Wasseranteils sowie der enthaltenen Asparagusinsäure kurbelt Spargel die Funktion der Niere an. Dies ist grundsätzlich gut zur Entgiftung, bei Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion oder auch erhöhtem Harnsäurespiegel sollte sich der Genuss des Stangengemüses allerdings stark in Grenzen halten.

Zubereitungsideen für grünen Spargel

Egal ob gekocht, im Ofen gegart oder angebraten – grüner Spargel ist auf verschiedene Arten ein wahrer Gaumenschmaus und eignet sich ideal als Beilage zu sämtlichen Speisen. Es gibt auch zahlreiche leckere vegane Spargelrezepte!

Bei allen Zubereitungsformen sollte zunächst das Ende (ca. 2 cm) der grünen Stangen abgeschnitten werden. Schälen hingegen ist nicht notwendig. Wenn du grünen Spargel gekocht verzehren möchtest sollte er anschließend für rund 8 Minuten in reichlich kochendes Salzwasser gegeben werden. Um hier ein noch milderes Aroma zu bekommen, bietet es sich an, anschließend ein Stückchen Kräuterbutter über das Gemüse zu geben.

Ebenso einfach geht außerdem die Zubereitung in der Pfanne. Hier werden die Stängel in circa 3 cm lange Stücke geschnitten, die dann bei starker Hitze für knapp 5 Minuten in Fett angebraten werden. Als Würze eignen sich Salz, Pfeffer und auch etwas Gemüsebrühe.

Als absolutes Low-Carb-Gericht gilt außerdem der im Ofen zubereitete Spargel. Hierzu sollte der Ofen auf etwa 200 °C vorgeheizt werden bevor die Stangen mit Öl beträufelt in einer Auflaufform rund 10 Minuten gebacken werden. Besonders lecker wird es außerdem, wenn man die Spargelstangen vor dem Backen mit etwas Käse bestreut.

Spargelcremesuppe

Einer der klassischen Spargelrezepte ist die allseits beliebte Spargelcremesuppe.

Zubereitungsideen für weißen Spargel

Anders als der grüne Spargel macht die Zubereitung der weißen Stangen etwas mehr Arbeit, da diese zunächst geschält und an den Enden abgeschnitten (ca. 1 cm) werden müssen.

Eine der wohl beliebtesten Arten zum Genuss von weißem Spargel stellt dann die Spargelcremesuppe dar. Für diese werden die Stangen nach dem Kochen ausgiebig püriert. Darüber hinaus eignet sich auch der weiße Spargel perfekt als Beilage und kann sowohl gegart (ca. 10 Minuten) wie auch gekocht (ca. 12 Minuten) genossen werden. Häufig wird außerdem eine milde Sauce Hollandaise über die Stangen gegeben, um ein ganz besonderes Geschmackserlebnis zu schaffen.

Was die Wenigsten wissen: weißer Spargel schmeckt auch roh sehr lecker. Hierzu gilt es ihn am besten in feine, dünne Stückchen zu schneiden und anschließend zu marinieren.

Good to know

Du bist auf den Geschmack gekommen und Spargel – grün wie auch weiß – soll von nun an häufiger auf deinem Speiseplan stehen? Gute Wahl! Hier noch ein paar Hinweise, die dir bei der Auswahl sowie Lagerung der Spargelstangen zu Gute kommen könnten:

Spargel-Frischetest

Wenn du weiße Spargelstangen aneinander reibst, sollte es leicht quietschen. Dies ist ein Zeichen dafür, dass das Gemüse noch zart und frisch ist. Ebenso sollten die Enden bei beiden Farbvarianten nicht zu stark ausgetrocknet und die Spitzen noch verschlossen sein. Nur dann ist der Spargel wirklich frisch.

Spargel-Lagerung

Weißer und grüner Spargel können problemlos bis zu vier Tage gelagert werden. Die weiße Alternative bewahrt man hierzu idealerweise in ein feuchtes Geschirrtuch gewickelt im Gemüsefach auf, während der grüne Spargel aufrecht stehend gelagert werden sollte. Seine Enden müssen hierbei in einen Behälter mit eiskaltem Wasser (gerne zusätzlich mit Eiswürfeln) getaucht, die Köpfe mit Frischhaltefolie umwickelt werden. Als idealer Lagerort gilt auch bei den grünen Stangen die Speisekammer oder der Kühlschrank.

Also genieße die Spargelzeit in vollen Zügen und probiere dich durch die Vielzahl leckerer und gesunder Spargelrezepte in unserem gratis Spargelkochbuch!

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