Wie gesund ernähren wir unsere Kinder?

Obwohl wir wissen was gesunde Ernährung ist, lässt sie sich bei Kindern nicht leicht durchsetzen. Ausreichend Vitamine, keine Convenience-Produkte, viel Obst und Gemüse und das alles so naturbelassen wie möglich. Die Theorie ist einfach… die Praxis das Problem!

Die Grundzüge der späteren Ernährung werden bereits im sehr jungen Alter gesetzt. Nicht nur weil sie das Wachstum und die die Leistungsfähigkeit der Kleinen bestimmen. Auch werden Geschmacksgewohnheiten dauerhaft bis ins Erwachsenenalter vorgeprägt. Gewöhnt man Kinder bereits in sehr frühen Jahren an viel Obst und Gemüse, so werden sie auch später eher auf eine gesunde Ernährung achten.

Ernährung speziell für Kinder gemacht?

Die junge Mutter ist ein Universalspezialist und Managementgenie. Neben den beruflichen Verpflichtungen treten noch die Sorgen und Bedürfnisse des Nachwuchses. Das beginnt beim Fahrdienst zur Kita und zurück und endet bei der Krankenversorgung im Falle des Falles. Da bleibt vor allem Zeit auf der Strecke. Das selbst kochen wird zum organisatorischen Balanceakt. Warum nicht einfach auf spezielle Kinderprodukte zurückgreifen? Sie sind doch „mit allen wichtigen Vitaminen“ versehen, bestehen aus „gesunden Cerealien“ oder leisten dem Körper Hilfe „für starke Knochen“.

Das ruhige Gewissen, welches versprochen wird, kann allerdings nur in den geringsten Fällen auch eingehalten werden. Oftmals enthalten die Kinderprodukte nicht nur tolles Spielzeug, sondern vor allem viel zu viel Zucker und Fett. Hinzu kommen eine große Anzahl an künstlichen Zusatzstoffen, in Form von Geschmacksverstärkern und Aromen, die die Ausbildung eines natürlichen Geschmacksempfindens und damit der richtige Ernährungsgrundlagen widersprechen.

Ernährung in der Kita

Was vielleicht zu Hause noch funktioniert, auf das hat man spätestens dann wenn Kinder im Kita-Alter sind kaum noch Einfluss. Die Vorgaben einer gesunden Ernährung für Kinder werden dort leider viel zu selten beachtet. Studien zeigen, dass zu wenig Frischwaren wie Obst, Salat und Gemüse, dafür zu viel Fleisch auf den Teller kommen. Das Essen hat lange Lieferwege vom Caterer zur Kita hinter sich. Das Warmhalten der Speisen zerstört wertvolle Inhaltsstoffe und die Portionen entsprechen nicht der empfohlenen Energiemenge für Kinder.

Nichtsdestotrotz sind täglich etwa 2 Millionen Kinder bzw. Eltern auf das Kita-Essen angewiesen. Wer Beruf und Kinder unter einen Hut bekommen möchte, der ist auf einen Kita-Platz mit einer entsprechenden Mittagsverpflegung angewiesen.

Kinder richtig ernähren – nie 100%ig

Selbst bei wenig Zeit zum sollte besser ein Apfel oder eine Banane als Pausenbrot dienen, als ein künstliches Kinderprodukt. Hundertprozentig richtig ernähren kann man in der heutigen Zeit seine Kinder ohnehin nur sehr schwer, vor allem dann nicht, wenn sie nicht nur zu Hause essen. Das lässt sich in der Kita oder Schule wie gezeigt auch nur schwer durchsetzen. Aber zu Hause kann man darauf achten.

Für Süßigkeiten gilt die Regel, jeden Tag maximal das was in die Kinderhand passt. Ansonsten sollten Kinder spätestens im Beikostalter an regelmäßiges Obst und Gemüse gewöhnt werden und zumindest daheim mit frischen Zutaten bekocht werden. So steht trotz dem einen oder anderen Fehltritt einer gesunden Ernährung für Kinder auch dauerhaft nichts im Weg.

Letztes Update vom
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1 Kommentare


  1. Hallo,
    toller Artikel gefällt mir sehr gut.
    Ich weis, dass es heute sehr schwierig ist seine Kinder immer gesund zu ernähren!
    Die Gesellschaft ist leider noch nicht so weit, dass alle auf ihre Gesundheit wirklich Acht geben!
    Und Kinder sind nunmal gerne mit anderen Kindern zusammen und wollen auch das was gerade so die anderen haben!
    Wir ernähren uns inzwischen rein vegetarisch. Unsere Kinder ziehen da auch schon ziemlich mit, jedoch überlassen wir es ihnen selber ob sie jetzt Fleisch essen wollen oder nicht! Ansonsten ist es eben wichtig das man das mit den Süßigkeiten im Griff hat! Nicht zu viel eben nur ab und zu mal etwas. Keine Geschmacksverstärker u.ä.
    Wir sind von Weizen auf Dinkel umgestiegen, da der moderne Weizen dick macht und mit dem Urkorn nicht mehr viel gemeinsam hat!
    Essen viel frisches Obst und Gemüse. Kochen meist immer selber und verzichten so gut es geht auf Fertiggerichte.

    LG Michael

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