Gartentipps und Gartenpflege im April

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Im April ist der Frühling voll im Gange und viele Pflanzen in der Keimungs- und Wachstumsphase. Nach anfänglichen Aussaaten im Februar und März kann im April schon eine große Vielfalt an Gemüsepflanzen ins Freiland. Einige Kandidaten wie Tomate oder Paprika müssen allerdings noch einen Monat warten, bis die Eisheiligen im Mai vorüber sind. Viele andere Sorten sind weniger kälteempfindlich und überstehen die vereinzelten Frostnächte im April sehr gut mit einem Folientunnel oder Vlies.

Dieser Artikel widmet sich hilfreichen Gartentipps zur Pflege, Aussaat und Pflanzung im April, damit der Nutzgarten bald in voller Pracht erstrahlen kann.

Gartenpflege im April

Die Gartenpflege nimmt jetzt deutlich zu, denn mit den sonnigen Tagen muss auch die Bodenbewässerung gut im Auge behalten werden. Zusätzliche Düngearbeiten und Rückschnitte sorgen für reichlich Abwechslung beim Hobbygärtner. Welche Aufgaben es bei der Gartenpflege im April gibt, zeigt die folgende Liste:

  • Gartenpflege bei wechselhaftem Wetter: Der April macht bekanntlich, was er will – und das erfordert vor allem bei der Gartenpflege zuweilen einige Nerven. In besonders sonnigen Phasen sollte man darauf achten, dass die Pflanzen und Sträucher ausreichend bewässert werden, da sie am Anfang der neuen Vegetationsperiode noch sehr empfindlich sein können. Wiederum muss man schnell reagieren, wenn es zu vereinzelten Kälteeinbrüchen kommt. Viele Beetpflanzen brauchen dann einen temporären Schutz in Form von Folien oder Vlies, um keine Frostschäden zu erleiden.
  • Garten auf Schädlinge prüfen: Spätestens im April, bevor die meisten Pflanzen knospen und austreiben, sollte man den Garten auf Schädlinge kontrollieren oder den Schädlingsbefall gleich im Vorfeld vermeiden. Dies lässt sich zum Beispiel durch spezielle Gemüsenetze bewerkstelligen, die direkt nach der Aussaat über die Pflanzen gelegt werden, um die Eiablage vieler Schädlinge zu verhindern.
  • Beerensträucher zurückschneiden: Wer Himbeeren, Brombeeren oder andere Beerensträucher im Garten stehen hat, sollte diese im April etwas zurückschneiden, damit sie kräftig austreiben und entsprechend viele Früchte liefern können.
  • Vorkulturen pikieren: Beim Pikieren werden Keimlinge aus der Vorkultur, die meist in Aussaatschalen ausgesät wurden, einzeln verpflanzt, sobald sie eine gewisse Höhe erreicht haben. Wichtig ist, nur die Pflänzchen zu nehmen, die über kräftige Keimblätter verfügen. Durch das Pikieren bereitet man die Setzlinge auf das Freiland vor und stärkt ihre Widerstandsfähigkeit.

Gartenarbeiten im April – säen, vorziehen und ernten

Nicht nur das Pikieren ist im April eine wichtige Maßnahme. Auch viele zusätzliche Pflanzen können jetzt ins Freiland ausgebracht oder vorgezogen werden, zum Beispiel Gurken und Artischocken als Vorkultur oder Spargel und Kartoffeln im Beet. Viele Küchenkräuter können entweder im Topf auf der Fensterbank oder direkt ins Gartenbeet gepflanzt werden. Wer über den gesamten Sommer frische Salatköpfe ernten möchte, sollte im April am besten eine neue Reihe vorziehen und die bereits herangezogenen Pflanzen in den Garten setzen.

  • Pflanzen unter Glas/auf der Fensterbank vorziehen: Salat, Buschbohne, Stangenbohne, Tomate, Paprika, Gurke, Melone, Artischocken, Kräuter (Pfefferminze, Salbei, Rosmarin, Thymian, Oregano, Schnittlauch, Majoran, Dill), Fenchel, Zucchini
  • Pflanzen im Freiland säen/pflanzen: Erdbeeren (evtl. mit Vlies abdecken), Kohlsorten (Blumenkohl, Weißkohl, Rotkohl, Kohlrabi, Rosenkohl), Salat, Quitten, Kichererbsen (gut für die Bodenfruchtbarkeit), Kartoffeln, Zwiebeln, Wurzelpetersilie, Mangold, Erbsen, Spargel, Möhren
  • Pflanzen ernten: Rhabarber, Rettich, Spinat, Radieschen, Bärlauch, Feldsalat

Fazit: Gartentipps und Gartenpflege im April

April ist für den Hobbygärtner nicht ganz so einfach, denn das wechselhafte Wetter macht die Gartenpflege und Gartenarbeit zu einer wahren Herausforderung. Planung und Kenntnis sind hier das A und O, denn je nach Niederschlag und Temperatur muss das Säen und Pflanzen gut bedacht sein. Nicht selten brauchen die Pflänzchen noch einen gelegentlichen Winterschutz gegen Nachtfrost oder einen Schutz gegen Schädlinge, die mit den länger werdenden Tagen aktiv werden. Wer im April gute Arbeit leistet, kann sich schon bald über reichliche Ernten freuen.

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